Die An­ga­ben und Be­rech­nun­gen zum An­teil der Tier­hal­tung am Kli­ma­wan­del dif­fe­rie­ren stark. Die ge­läu­figste und gleich­zei­tig kleinste Zahl (14,5%) stammt von der Er­näh­rungs- und Land­wirt­schafts­or­ga­ni­sa­tion der Ver­ein­ten Na­tio­nen (FAO). Hier ist zu be­rück­sich­ti­gen, dass die FAO von al­len glo­ba­len Tier­in­dus­trie­ver­bän­den ge­lenkt und fi­nan­ziert wird.

Die fol­gen­den Fo­lien ge­ben ei­nen Über­blick über die ein­zel­nen Ana­ly­sen, de­ren Be­rech­nun­gen und Problempunkte.

Eine ta­bel­la­ri­sche Ein­sei­ten­über­sicht (PDF) incl. Quel­len­ver­zeich­nis und Links zu al­len Quel­len kann hier her­un­ter­ge­la­den werden:

Die­ser On­line-Rech­ner er­mög­licht ba­sie­rend auf der Ein­gabe frei wähl­ba­rer Pa­ra­me­ter die Be­rech­nung der Bei­träge der Tier­hal­tung und der In­dus­trien fos­si­ler Brenn­stoffe zur glo­ba­len Erwärmung:

Eine Ab­wen­dung der Kli­ma­ka­ta­stro­phe ohne ei­nen Aus­stieg aus der Tier­hal­tung ist schon des­halb nicht mög­lich, weil nicht nur die Treib­haus­gas­emis­sio­nen auf Null re­du­ziert wer­den müs­sen, son­dern auch die CO2 — Kon­zen­tra­tion in der At­mo­sphäre dras­tisch sin­ken muss.

Eine für das Über­le­ben der Mensch­heit si­chere CO- Kon­zen­tra­tion in der At­mo­sphäre liegt bei 350 ppm [44]. Im Jahr 2020 lag die Kon­zen­tra­tion bei 413 ppm. Um von dort auf das Ni­veau von 350 ppm zu­rück zu ge­lan­gen, ist eine Se­questrie­rung von 491 Gt CO2 er­for­der­lich ([45], S.9). Tech­ni­sche Lö­sun­gen feh­len, da­her be­steht die ein­zige Mög­lich­keit in ei­ner Auf­fors­tung. Hier­für sind enorme Flä­chen not­wen­dig. Ein Wech­sel zu ei­nem rein pflan­zen­ba­sier­ten Er­näh­rungs­sys­tem gibt eine Flä­che von 31 Mio. Qua­drat­ki­lo­me­tern frei [6]. Durch Re­na­tu­rie­run­gen (Auf­fors­tun­gen, Rück­wand­lung in Moore, etc.) kön­nen in­ner­halb von 30 Jah­ren bis zu 547 Gt CO2 [32] und in­ner­halb von 100 Jah­ren 810 Gt CO[37] ge­bun­den wer­den (= Car­bon-Op­por­tu­ni­täts­kos­ten der Tierhaltung).

Die not­wen­dige Se­questrie­rung von 491 Gt CO2 kann in­ner­halb von 27 Jah­ren er­reicht werden.

Vor­aus­set­zung für die Er­rei­chung der si­che­ren CO2 Kon­zen­tra­tion ist zu­sätz­lich die Re­du­zie­rung der CO- Emis­sio­nen auf Netto-Null, die im Jahr 2020 bei 39 Gt CO2 pro Jahr la­gen. Hierzu sind im We­sent­li­chen ein kom­plet­ter Aus­stieg aus fos­si­len En­er­gien und Lö­sun­gen für Ze­ment erforderlich.

Eine al­lei­nige Re­du­zie­rung der CO- Emis­sio­nen auf Netto-Null löst das Pro­blem der ho­hen CO- Kon­zen­tra­tio­nen in der At­mo­sphäre nicht, da CO2, an­ders als bspw. Me­than ein über Jahr­hun­derte sehr lang­le­bi­ges Gas ist.